Keine Facebook Seite der Gemeinde

Timo Maurer, CDU-Fraktion
Timo Maurer, CDU-Fraktion

Die Welt wird immer digitaler, Soziale Medien sind weiterhin auf dem Vormarsch und werden auch genutzt. So präsentieren sich schon verschiedenste Vereine Allendorf mit eigenen Seiten: Sei es MGV, die Feuerwehren und Schützenvereine, die Sportverein und auch die CDU und die SPD Fraktionen nutzen diese Möglichkeit der Kommunikation.

 

Jeder Bürger, der auf Facebook unterwegs ist, entscheidet selbst welchem Interesse bzw. welchem Verein er gerne folgen möchte. Die Vereine sind selbst verantwortlich für die Artikel und Bilder die dort gepostet werden. Inhaltlich und rechtlich.

 

Eine eigene Facebook-Seite der Kommune „Allendorf (Eder)“ bzw. „Allendorf (Eder) / Bromskirchen“ hört sich zunächst gut und simpel an. Ich denke jedoch, dass es so, wie es im Antrag der SPD formuliert ist, zu Problemen führen kann. Wenn ein „Redakteur“ (Dies ist eine Rollenbezeichnung auf der Facebook-Seite) im Namen der Kommune Dinge postet, kann dieser Schuss schnell nach hinten los gehen:

Es können dann Fotos, Artikel und Nachrichten gepostet werden, die ggf. nicht der Meinung der Kommune bzw. der Gemeindeverwaltung entspricht.

 

Schaue ich mir die Seite der SPD Allendorf an, sehe ich viele Artikel, in dem Zeitungsartikel der HNA abfotografiert wurden und hier veröffentlicht wurden.

 

Auf eine Anfrage meinerseits bei der HNA bzgl. einer solchen Veröffentlichung erhielt ich folgende Information: „… das geht grundsätzlich leider nicht, wir wundern uns auch sehr über dieses frei zugängliche Archiv von HNA-Artikeln auf dieser Website und werden dies hier entsprechend besprechen. (…) aber Artikel, die zahlenden Printlesern vorbehalten sind so zu digitalisieren und frei zugänglich zu machen, ist grundsätzlich nicht erlaubt.“

 

Kommt es in so einem Fall zu einer Abmahnung, stellt sich die Frage: Wer haftet dafür?

Schnell kann die Summe auf mehrere tausend Euro zusammen laufen.

Natürlich entstehen hierdurch auch zusätzliche Personalkosten: Es muss ein Mitarbeiter die Seite im Blick haben, auf Kommentare reagieren und Anfragen im Posteingang beantworten. So schön und informativ die neue Welt ist, doch darf man den Aufwand der dahinter steht nicht unterschätzen.

 

Ich persönlich bin der Meinung: Wenn ein Verein eine Veranstaltung zu präsentieren hat, muss er sich selbst darum kümmern.

 

Der Antrag wurde von der Gemeindevertretung mehrheitlich abgelehnt.

 

Anmerkung der Redaktion: Die angesprochenen Artikel der SPD wurden noch während der Sitzung gelöscht.