Allendorfer CDU feiert Gründung vor 40 Jahren

Ernst Gasse (zweiter von rechts) und Hartmut Schneider (dritter von rechts) sind 40 Jahre in der CDU. Es gratulierten Staatssekretär Mark Weinmeister, Gemeindeverbandsvorsitzender Kurt Kramer, Claudia Ravensburg MdL (von links) und Bernd Siebert MdB
Ernst Gasse (zweiter von rechts) und Hartmut Schneider (dritter von rechts) sind 40 Jahre in der CDU. Es gratulierten Staatssekretär Mark Weinmeister, Gemeindeverbandsvorsitzender Kurt Kramer, Claudia Ravensburg MdL (von links) und Bernd Siebert MdB

Zu einer Spätsommer-Wanderung mit anschließender Feierstunde zum 4o-jährigen Bestehen hatte der CDU-Gemeindeverband Allendorf (Eder)“ am Samstag, den 6.September, Mitglieder und Freunde eingeladen.

 

Bereits am frühen Nachmittag begrüßte Vors. Kurt Kramer ca. 20 Wanderfreunde aus dem Gemeindeverband zu einer kleinen Wanderung durch das Linsphertal zum Dorfgemeinschaftshaus Osterfeld. Bei Kaffee u. Kuchen gratulierte der CDU-Kreisvorsitzende MdL Armin Schwarz dem Verband zum 4o-jährigen Bestehen. Mit dem Rückmarsch über den Sensenberg und einer kurzen Erfrischungspause am Fliegerheim endete die Wanderung.

Bei einer Feierstunde im Bürgerhausrestaurant haben Mitglieder und Freunde des Allendorfer CDU-Gemeindeverbandes der Gründung am 28.Februar 1974 gedacht.

 

Sechs Mitglieder, darunter auch Gründungsmitglieder wurden für 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Da leider nicht alle zu Ehrenden anwesend sein konnten wurden an diesem Abend wurden stellvertretend für alle, Ernst Gasse und Hartmut Schneider ausgezeichnet. Die Ehrenurkunden hatten die CDU-Bundesvorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier unterschrieben.

 

Es war ein Verdienst der Gründungsmitglieder, dass der junge CDU- Gemeindeverband bereits bei der ersten Kommunalwahl 1977, auf Anhieb 37%  der Stimmen holte. Damit zog die CDU als Wahlsieger erstmals ins Parlament der noch jungen Großgemeinde Allendorf (Eder) ein, erinnerte der 1. Vorsitzende Kurt Kramer.

 

Auch in den Jahren  danach war die CDU weiter erfolgreich und gewann 5 weitere Wahlen. 2x war die BLO (Bürgerliste Ortsteile) stärker. 7x war die CDU Allendorf mit ihrem Kooperationspartner BLO in "Regierungsverantwortung" und nur einmal von 1989 bis 1993 konnte die SPD mehr Stimmen auf Gemeindeebene auf sich vereinigen. „Das funktioniert über so eine lande Zeit nur, wenn sich immer wieder Menschen finden, die bereit sind einen mehr oder weniger großen Teil ihrer Freizeit, oft über viele Jahrzehnte hinweg, für die Partei und das Gemeinwohl ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen, und das ist uns offensichtlich gelungen“, freute sich Kramer. Es seien zahlreiche wichtige Entscheidungen „zum Wohle unserer Bürger, des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der heimischen Industrie und des Handels“ getroffen worden, hierzu zählten er den Erhalt des Hauptschulstandortes Allendorf, die Schaffung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, das Programm zur Belebung der alten Ortskerne, die Verbesserung der Verkehrssituation in und um Allendorf, die Entstehung von Wohnraum durch Ausweisung attraktiver Baugebiete, die kontinuierliche Verbesserung des Brandschutzes, die Erweiterung des Freizeitangebotes, die Schaffung und Erneuerung öffentlicher Einrichtungen und das erfolgreiche Entgegenwirken des demografischen Wandels.

Kramer dankte allen, die sich in den vergangenen Jahren für den CDU-Gemeindeverband und die Fraktionsarbeit erfolgreich engagiert haben. Er dankte insbesondere Dirk Hofmann, der über 12 Jahre Verbands- und Fraktionsvorsitzender war. Zum Gemeindeverband stellte er fest: „Wir sind seit November 2011 mit der Bromskircher CDU fusioniert und wollen gemeinsam die zukünftige Verwaltungsgemeinschaft Allendorf u. Bromskirchen fördern.“

 

Mark Weinmeister, Staatssekretär im hessischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten bezeichnete die kommunalpolitische Arbeit des Allendorfer CDU-Gemeindeverbandes als eine „In Nordhessen besondere Erfolgsgeschichte“, so würdigte er besonders die Nähe zum Bürger. “Hier geht es nicht um Bundes- oder Landesprogramme, sondern darum, notwendige Entscheidungen vor Ort zu treffen“. Dies bedeute auch, dass man als Kommunalpolitiker genau diese Entscheidungen vor dem  Nachbar nebenan, bei Freunden und Einwohnern vertreten müsse. „Nur zu sagen, was einem nicht gefällt, ist zwar einfach, bringt eine Kommune aber kaum voran“, sagte Weinmeister. Dass der Gemeindeverband seit 40 Jahren besteht, und Erfolge habe, sei ein sicheres Zeichen dafür, dass es hier gut  funktioniert. In den 70er Jahren, so erinnerte Weinmeister, wurden viele Gemeindeverbände gegründet. Vorher sei die CDU –im Gegensatz zur SPD- eigentlich keine Mitgliederpartei gewesen.

Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert würdigte neben der erfolgreichen Arbeit des Gemeindeverbandes vor allem die Verdienste des ehemaligen CDU-Bürgermeisters Robert Amend, Verwaltungschef von 1970-1999. „Lieber Robert, Du hast eine führende Funktion, nicht nur für Allendorf, sondern  für das ganze Obere Edertal gehabt, das war schon etwas ganz Besonderes“, sagte Siebert. Er dankte ebenfalls dem langjährigen Vorsitzenden des Gemeindeverbandes und Fraktionsvorsitzenden Dirk Hofmann für sein Engagement und seine außerordentlich gute Arbeit, auch im CDU Kreisvorstand.

 

Diesem Lob schloss sich die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg an und erinnerte daran, wie engagiert der damalige Bürgermeister Robert Amend Ende der 90er Jahre im Kreistag für eine neue Industriestraße zur Firma Viessmann hatte. Kritikern sei Amend damals mit dem entschiedenen Hinweis entgegengetreten, das die Gemeinde Allendorf(Eder) einer der größten Finanzierer des Kreishaushaltes sei. Beim Gemeindeverband bedankte sich Frau Ravensburg für die gute Zusammenarbeit und kontinuierliche Unterstützung ihrer Arbeit vor Ort.

Auch der Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn, parteiloser Nachfolger Amends seit 2000, lobte die Arbeit der CDU im Parlament. „Wir ziehen im Parlament in der Regel an einem Strang, häufig werden einstimmige Beschlüsse zum Wohle der Gemeinde gefasst“, sagte Junghenn.

Ebenso würdigte er die Arbeit des CDU – Gemeindeverbandes als Verein, der beispielsweise alljährlich einen Weihnachtsbaumverkauf zugunsten der örtlichen Lebenshilfe veranstalte und als Pate des Spielplatzes am Hermann-Löns-Weg dessen Pflege durchführe.

Erich Hirt, Vorsitzender der Bürgerliste Ortsteile und langjähriger Kooperationspartner überbrachte Grüße und Glückwünsche der BLO und vom Parlamentschef Norbert Bötzel.

 

Unter den Gästen waren auch Vertreter benachbarter CDU -  Stadt – und Gemeindeverbände.