"Bündnis für Familie" in Allendorf gegründet

Am 18. November wurde das „Allendorfer Bündnis für Familie“ feierlich gegründet. Die Initiative zur Gründung des Bündnisses geht auf einen Antrag der Allendorfer CDU zurück, der im Mai diesen Jahres einstimmig von der Gemeindevertretung beschlossen wurde. Bereits im Juni hatten sich während einer Auftaktveranstaltung fünf Arbeitsgruppen gebildet. Moderiert wurde die Gründungsveranstaltung von Kathrin Schaarschmidt vom Bonner Servicebüro für Familien, die bereits die Auftaktveranstaltung im Juni geleitet hatte.

 

Das Allendorfer Bündnis ist neben dem der Stadt Rosenthal das zweite „Bündnis für Familie“ im Landkreis Waldeck-Frankenberg. 38 dieser Bündnisse gibt es derzeit in Hessen, Bundesweit sind es jetzt 335. Im Text der Gründungsurkunde, die von Kommunalpolitikern, Vertretern der Kindergärten, der Schule, ortsansässigen Unternehmen, der Verwaltung, von Vereinen und den Kirchen unterzeichnet wurde heißt es:“Im Allendorfer Bündnis für Familie wollen wir die Situation der Familie generationenübergreifend von der Kinderphase bis ins hohe Alter in den Mittelpunkt des politischen und gesellschaftlichen Interesses rücken und kontinuierlich gemeinsam daran arbeiten, die Lebensbedingungen von Familien in unserer Gemeinde zu verbessern“. Der Text der Gründungsurkunde wurde von Schirmherr Bürgermeister Claus Junghenn verlesen, der auch die Eröffnungsrede hielt. Grußworte sprachen der Bürgermeister der Stadt Rosenthal, Hans Waßmuth und Pfarrer Gerald Rohrmann. Unter den Gästen war auch die CDU Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg.

 

Die bisher gebildeten 5 Arbeitsgruppen Vernetzung von Informationen, Betreuung, Familienfreundliches Lebensumfeld, Jugend und Generationenübergreifendes Zusammenleben stellten während einer Informationsmesse den Besuchern die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vor. Ziel dieser Messe war es auch, Vorschläge aus den Reihen der Bürgerinnen und Bürger, der Eltern und ihren Kindern zu sammeln, wie Allendorf noch familienfreundlicher werden kann. Außerdem sollten möglichst viele Menschen zur Mitarbeit in den einzelnen Arbeitsgruppen animiert werden, um das Bündnis mit Leben zu erfüllen. Von der Möglichkeit eigene Vorschläge mit einzubringen wurde dann auch reger Gebrauch gemacht. Ihre Vorschläge konnten die Besucher auf Zettel schreiben und an die Pinnwände der einzelnen Arbeitsgruppen heften. Anschließend wurden die Ergebnisse der Informationsmesse unter Leitung von Frau Schaarschmidt vorgestellt.

Eine kleine Auswahl der Vorschläge:

  • Vorlesenachmittage mit Lesepaten für Kinder von 6 bis 12 Jahren
  • Eine offene Weihnachtsfeier
  • Ausweitung der Ferienspiele
  • Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs
  • Eine Tauschbörse: Alt für Jung – Jung für Alt
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Gemeinde
  • Waldspielplatz für ältere Kinder
  • Mehr Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
  • Intensivere Hausaufgabenhilfe
  • Kletterwand
  • Mehr Betreuung in den Ferien für Kinder und Jugendliche
  • Persönliche Begrüßung von Neubürgern
  • Nachbarschaftshilfe
  • Deutschkurse
  • Mehr Tagesmütter
  • Mehr Betreuung für unter Dreijährige
  • „Bessere Arbeitszeiten für Väter“

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die feierliche Unterzeichnung der Gründungsurkunde. Umrahmt wurde die Gründungsveranstaltung mit Liedvorträgen des Allendorfer Schulchors und der Kindergärten, sowie der Tanzgruppe „Beatsteps“. Für das leibliche Wohl sorgten die Eltern der Kindergartenkinder mit Türkischer Pizza und Piroggen, sowie der Seniorenbeirat, der Seniorenclub und Frauenhilfe mit Kaffee und Kuchen. Für die Unterhaltung der Kinder sorgte Lutz Katerbau alias Clown „Lulu“ im Nebensaal.

 

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppen findet am 16. Januar 2007, um 18.00 Uhr, im Bürgerhaus Allendorf statt. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen. Ein besonderer Dank gilt der Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Sina Arnold die mit sehr viel Herzblut und Engagement zum Gelingen der Gründung des „Lokalen Bündnis für Familie“ in Allendorf beigetragen hat. Vielen Dank Sina!

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Antrag Lokales Bündnis für Familie
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