Neue Perspektiven für die Landwirtschaft

ALLENDORF/ EDER (r). „Die Entwicklung der Dorfkerne hängt eng mit der Zukunft der Landwirtschaft zusammen. Wir können nicht zulassen, dass unsere Ortskerne veröden“, so Dirk Hofmann, Vorsitzender der CDU Allendorf. Die Zukunft der Landwirtschaft war Thema eines Gemeindetags der Allendorfer CDU.

 

Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg (CDU) sprachen die Christdemokraten auf dem Hof des Allendorfer Ortsvorstehers Reinhold Strieder über die Chancen der Landwirte in Waldeck-Frankenberg. Strieder betonte, immer mehr Betriebe in der Region geben die Landwirtschaft auf. Es gehöre schon eine Portion Idealismus dazu, heute noch als Landwirt sein täglich Brot zu verdienen. „Die Kosten fressen einen auf“, so Strieder. „Es gibt keinen Vollerwerbslandwirt mehr in Allendorf – nur noch Landwirte im Nebenerwerb!“ Der Strukturwandel in der Landwirtschaft, Veränderungen in der traditionellen Erwerbsarbeit oder auch der wachsende Wettbewerbsdruck in der Wirtschaft führten zu starken Veränderungen gerade in Dörfern und ländlichen Regionen. Hofmann sprach von einem „Wandel, der als Chance begriffen werden muss“.

 

Landwirte müssen auf neue Berufsfelder vorbereitet werden „wie sie z.B. mit dem Beruf des Energiewirts, der nachwachsende Rohstoffe anbaut oder Biogasanlagen betreibt, einhergehen“, betonte MdL Claudia Ravensburg. Der Rapps-Anbau sei ebenso wie der Landtourismus eine Perspektive für die Zukunft. „Politik für den ländlichen Raum bedeutet vor allem Unterstützung der unternehmerischen Tätigkeit der Landwirte.“ Um der Bevölkerungsabwanderung entgegen zu wirken, würden integrierte regionale Entwicklungskonzepte zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen verfolgt, so die Abgeordnete.

 

„Mit ihrem Programm zur Dorferneuerung trägt die Hessische Landesregierung diesem tiefgreifenden Wandel Rechnung. Als Partner der Regionen wollen wir die Potenziale des ländlichen Raums und seiner Menschen gezielt fördern und damit Impulse zur eigenständigen Regionalentwicklung geben“, hob Claudia Ravensburg hervor. „Regionale Konzepte werden künftig eine ausschlaggebende Rolle spielen, wenn das Land ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ leistet.“ Die regional Verantwortlichen wüssten am besten, welche Stärken ihre Region aufzuweisen habe und wohin die Entwicklungen gehen sollten. Vor allem die Beteiligung der Bürger spiele dabei eine entscheidende Rolle.

 

Dem Besuch und Gespräch auf dem Hof von Reinhold Strieder schlossen sich ein Rundgang durch Rennertehausen und eine Bürgersprechstunde von Claudia Ravensburg im „Warsteiner Stübchen“ an. Dabei wurden die verschiedensten Themen angesprochen, vor allem die Unterstützung der Frauen-Service-Börse Waldeck-Frankenberg.